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denaSanierungWärmepumpeMarktentwicklung2026· 2 Min. Lesezeit

dena-Gebäudereport 2026: Sanierungsmarkt wächst — aber Klimaziele werden verfehlt

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat den Gebäudereport 2026 veröffentlicht. Die Kernbotschaft: Der Gebäudesektor verfehlt erneut die Klimaziele — gleichzeitig wächst der Markt für energetische Sanierung deutlich. Für Eigentümer heißt das: Der Sanierungsbedarf ist riesig, die Rahmenbedingungen für den Umstieg sind gut.

Die wichtigsten Zahlen

  • Über 5 Millionen Heizungsanlagen in Deutschland sind älter als 30 Jahre — sie arbeiten ineffizient und treiben die Energiekosten nach oben.
  • 3,7 Millionen Arbeitsplätze hängen am Gebäudesektor (Handwerk, Industrie, Handel). Die Gebäudewende ist längst ein Wirtschaftsfaktor.
  • Der Wärmepumpen-Anteil im Bestand liegt bei 4,3 % — hat sich seit 2019 aber nahezu verdoppelt.
  • PV-Aufdachanlagen: Der Zubau hat sich 2025 leicht abgekühlt (6,2 GW bis September), während der Batteriespeicher-Markt ungebrochen boomt.

Was der Report für Eigentümer bedeutet

Die Zahlen machen deutlich: Wer eine Heizung betreibt, die älter als 20 Jahre ist, zahlt drauf — und zwar zunehmend. Die CO₂-Bepreisung steigt, die Effizienz sinkt mit dem Alter der Anlage, und die Förderbedingungen für den Umstieg sind aktuell noch attraktiv.

Gleichzeitig zeigt der Report, dass die Kombination aus Wärmepumpe, PV und Speicher die wirtschaftlichste Lösung für die meisten Ein- und Zweifamilienhäuser ist. Erstmals wurden 2025 mehr Wärmepumpen als Gasheizungen verkauft — ein Wendepunkt.

Sanierung als Wertsteigerung

Der dena-Report unterstreicht: Energetisch sanierte Gebäude erzielen am Markt höhere Preise. Mit der neuen EU-Skala für Energieausweise (ab Mai 2026) wird die Energieeffizienzklasse noch stärker zum Verkaufsargument. Ein Gebäude der Klasse F oder G wird schwerer zu verkaufen oder zu vermieten sein.

Was Sie jetzt tun können

  1. Heizungsalter prüfen: Ist Ihre Anlage älter als 20 Jahre? Dann lohnt sich ein Kostenvergleich.
  2. Sanierungsfahrplan erstellen: Der iSFP zeigt, welche Maßnahmen sich wirtschaftlich rechnen.
  3. Förderung nutzen: Die aktuellen BEG-Fördersätze sind historisch hoch — aber die Budgets sinken.

Nächster Schritt

Saniernavigator zeigt Ihnen auf einen Blick, welche Maßnahmen sich für Ihr Gebäude lohnen — mit Förderrechner und Wirtschaftlichkeitsvergleich.

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Quellen