PV-Preisschock: Solarmodule seit April 10–20 % teurer
Seit dem 1. April 2026 gewährt China keine Mehrwertsteuer-Rückerstattung mehr auf den Export von Solarmodulen. Was technisch klingt, hat sofortige Auswirkungen auf den deutschen Markt: Modulpreise steigen um rund 10 %, für Komplettsysteme rechnen Experten mit 10–20 % Aufschlag.
Was ist passiert?
China hat die Mehrwertsteuer-Rückerstattung für Solarmodul-Exporte von 9 % auf 0 % gesenkt. Betroffen sind monokristalline Siliziumwafer, nicht-installierte Solarzellen und fertige Module. Gleichzeitig treiben zwei weitere Faktoren die Kosten:
- Silberpreis — über 130 % gestiegen gegenüber 2025
- Polysilizium — rund 30 % teurer als Ende 2025
- Die Modulpreise lagen bereits 15–18 % über dem Dezember-2025-Niveau
Konkret bedeutet das: Ein typisches 10-kWp-System für ein Einfamilienhaus kostet jetzt 1.250 bis 2.500 Euro mehr als noch im März.
Speicher werden ebenfalls teurer
Weniger beachtet, aber genauso relevant: Auch für Lithium-Ionen-Batterien sinkt der chinesische Exportrabatt — auf 6 % ab April, und ab Januar 2027 fällt er komplett weg. Wer einen Batteriespeicher plant, sollte das einkalkulieren.
Lohnt sich PV trotzdem?
Ja — die Wirtschaftlichkeit bleibt gegeben. Die Einspeisevergütung und die Eigenverbrauchsersparnis sind unverändert. Die Amortisationszeit verschiebt sich um etwa 1–2 Jahre, aber auf 20 Jahre gerechnet bleibt PV eine rentable Investition.
Was sich allerdings ändert: Die optimale Dimensionierung wird bei höheren Modulpreisen deutlich wichtiger. Wer zu groß dimensioniert, zahlt jetzt spürbar mehr für jeden überschüssigen Kilowatt-Peak. Wer zu klein plant, verschenkt Eigenverbrauchspotenzial. Eine professionelle Beratung spart bei den neuen Preisniveaus schnell tausende Euro.
Was Sie jetzt tun sollten
- Angebote jetzt einholen — bevor die nächste Preisstufe kommt (Speicher ab 2027 nochmals teurer)
- Gesamtpaket denken — PV + Wärmepumpe + Dämmung im iSFP kombinieren, um Förderboni zu maximieren
- Energieberatung nutzen — die optimale Anlagengröße spart bei höheren Modulpreisen mehr als je zuvor
Für Energieberater bietet DÄMMWERK mit dem Simulationstool zur Bedarfsdeckung (Modul E6) die Möglichkeit, PV-Erträge und Wärmepumpen-Deckungsgrade exakt zu berechnen — gerade bei veränderten Kostenstrukturen ein wichtiges Werkzeug für die Beratungspraxis.
Nächster Schritt
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