Kommunale Wärmeplanung: 98% der Großkommunen gestartet — Deadline rückt näher
Die kommunale Wärmeplanung nimmt Fahrt auf: 98 Prozent der Kommunen mit mehr als 45.000 Einwohnern haben bereits mit der Planung begonnen oder diese abgeschlossen. Für Städte mit über 100.000 Einwohnern läuft die Uhr — bis zum 30. Juni 2026 muss der Wärmeplan stehen.
Was ist die kommunale Wärmeplanung?
Seit dem Wärmeplanungsgesetz (1. Januar 2024) sind alle Kommunen in Deutschland verpflichtet, einen Wärmeplan zu erstellen. Dieser Plan zeigt für jedes Quartier, welche Heiztechnologie langfristig vorgesehen ist:
- Wärmenetzgebiete — hier wird Fernwärme ausgebaut
- Dezentrale Versorgung — typischerweise Wärmepumpen
- Übergangsgebiete — noch keine endgültige Festlegung
Die Fristen
- 30. Juni 2026 — Deadline für Kommunen mit über 100.000 Einwohnern
- 30. Juni 2028 — Deadline für alle übrigen Kommunen
Was das für Eigentümer bedeutet
Der kommunale Wärmeplan hat direkte Auswirkungen auf Ihre Heizungsentscheidung:
- Wärmenetzgebiet? Dann könnte ein Fernwärmeanschluss die sinnvollste Option sein — warten Sie nicht zu lange mit der Anmeldung
- Dezentrale Versorgung? Dann sollten Sie eine Wärmepumpe oder ein anderes erneuerbares System einplanen
- Übergangsgebiet? Hier lohnt es sich, die Entwicklung zu beobachten, bevor Sie investieren
Beratungswelle in Q2 und Q3 erwartet
Sobald die Wärmepläne der Großstädte veröffentlicht sind, wird eine erhebliche Beratungsnachfrage erwartet. Viele Eigentümer werden erstmals erfahren, was in ihrem Quartier geplant ist — und brauchen dann Beratung zur passenden Heizungslösung.
Unser Tipp: Informieren Sie sich frühzeitig bei Ihrer Stadtverwaltung, ob der Wärmeplan schon einsehbar ist. Wer früh handelt, vermeidet Wartezeiten bei der Energieberatung.
Nächster Schritt
Saniernavigator ordnet die Ergebnisse der Wärmeplanung für Sie ein und zeigt, welche Heizungslösung in Ihrem Gebiet die beste Wahl ist.
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