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Wärmeplanung-Update: 29 % der Bevölkerung mit fertigem Plan
Neue Zahlen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) vom 2./3. April 2026 zeichnen ein klares Bild: 24,2 Millionen Menschen (29 % der Bevölkerung) leben bereits in Kommunen mit fertiggestelltem Wärmeplan. Aber für 45 Großstädte tickt die Uhr — sie haben noch 87 Tage bis zur Frist am 30. Juni 2026.
Die Zahlen im Detail
Von den 83 deutschen Großstädten mit über 100.000 Einwohnern haben 38 ihren Wärmeplan abgeschlossen. Das heißt: Mehr als die Hälfte muss in weniger als drei Monaten liefern. Das BBSR prognostiziert, dass bis Mitte 2026 rund die Hälfte der Bevölkerung in einer Gemeinde mit fertigem Plan leben könnte.
Insgesamt haben 1.359 Gemeinden (13 % aller Kommunen) ihren Wärmeplan fertiggestellt. Weitere 5.157 Kommunen (48 %) befinden sich in der Bearbeitung.
Regionale Unterschiede
Die Fortschritte unterscheiden sich stark nach Bundesland:
- Baden-Württemberg: 64 % der Bevölkerung mit fertigem Plan — Spitzenreiter, auch weil das Land schon vor dem Bundesgesetz eine eigene Pflicht hatte
- Schleswig-Holstein: 51 % — ebenfalls weit vorne
- Bayern: 34 % — Mittelfeld
- Viele östliche und nördliche Bundesländer hinken hinterher
Was der Wärmeplan für Ihre Heizung bedeutet
Sobald der Wärmeplan Ihrer Kommune steht, wird es konkret:
- In Gebieten mit geplantem Wärmenetz können Eigentümer den Heizungstausch aufschieben und auf den Fernwärmeanschluss warten
- In Gebieten ohne Wärmenetz ist eine individuelle Lösung erforderlich — typischerweise eine Wärmepumpe
- In Großstädten mit fertigem Plan greifen die Heizungsvorgaben sofort
Für eine detaillierte Einordnung der Fristen und Pflichten lesen Sie auch unseren Hintergrundartikel zur kommunalen Wärmeplanung.
Was Energieberater jetzt tun sollten
Die nächsten 87 Tage werden für jede Großstadt Klarheit bringen. Danach kommt die Welle:
- Wärmepläne der eigenen Region aktiv verfolgen — die meisten Kommunen veröffentlichen über ihre Website oder das Amtsblatt
- Standortspezifisch beraten — pauschale Empfehlungen reichen nicht mehr, wenn der Wärmeplan konkrete Gebietstypen ausweist
- Kapazitäten vorbereiten — die Veröffentlichung der Pläne wird eine erhebliche Beratungsnachfrage auslösen
Mit DÄMMWERK Modul M7 (GEG/DIN V 18599) können Energieberater die energetische Bilanzierung passend zum jeweiligen Versorgungsgebiet erstellen — ein entscheidender Baustein, wenn der Wärmeplan steht und Eigentümer konkrete Sanierungsoptionen brauchen.
Nächster Schritt
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Quellen
Fachliche Prüfung
Saniernavigator-Redaktion
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Das Editorial Board verantwortet die fachliche Endprüfung aller Beiträge. Mitglieder werden namentlich auf der Methodik-Seite gelistet, sobald die Onboarding-Phase abgeschlossen ist.
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