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GMG weiter auf nach Ostern verschoben — Webinare laufen, Gesetzestext fehlt
Die regulatorische Unsicherheit rund um das Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) hält an. Der Kabinettsbeschluss wird nicht vor Ostern fallen — Rechtsklarheit gibt es frühestens im Mai oder Juni 2026. Das Inkrafttreten bleibt offiziell zum 1. Juli 2026 geplant, wird aber mit jedem Tag unrealistischer.
Branche bereitet sich vor — ohne Gesetzestext
Ein bemerkenswertes Signal: Das Deutsche Energieberater-Netzwerk (DEN) bietet bereits GMG-Webinare und Schulungen an, obwohl der eigentliche Gesetzestext noch gar nicht vorliegt. Die Branche arbeitet also auf Basis der Eckpunkte vom 24. Februar — ohne Gewissheit über den finalen Wortlaut. Das zeigt einerseits den Handlungsdruck, birgt aber auch das Risiko, dass sich Details im parlamentarischen Verfahren noch ändern.
Was ist passiert?
Die Koalition hatte am 24. Februar 2026 die Eckpunkte für das GMG vorgestellt. Der eigentliche Gesetzentwurf sollte ursprünglich vor Ostern im Kabinett beschlossen werden. Stattdessen wird jetzt das reguläre Gesetzgebungsverfahren mit Länder- und Verbändebeteiligung durchlaufen — das braucht mehr Zeit.
Inkrafttreten zum 1. Juli wird eng
Selbst wenn der Kabinettsbeschluss unmittelbar nach Ostern fällt, bleiben für Bundesrats-Durchgang und Verkündung nur noch rund zehn Wochen. Ein realistischeres Inkrafttreten wäre Q3 oder Q4 2026. Bis dahin gelten die aktuellen GEG-Regelungen weiter.
Was sich mit dem GMG ändern soll
Auch wenn sich der Zeitplan verschiebt, bleiben die geplanten Kernpunkte bestehen:
- Die 65%-Erneuerbare-Energien-Pflicht beim Heizungstausch wird abgeschafft
- Die Beratungspflicht vor dem Einbau einer neuen Heizung entfällt
- Stattdessen setzt das GMG auf Technologieneutralität — auch grüne Gase und Heizöle werden als Option anerkannt
- Der Fokus verschiebt sich von Einzelmaßnahmen auf einen gesamtheitlichen Sanierungsansatz
Was bedeutet die Verzögerung für Eigentümer?
Für Eigentümer, die gerade einen Heizungstausch planen, ändert sich praktisch wenig:
- Die aktuelle BEG-Förderung läuft weiter — unabhängig vom GMG-Zeitplan
- Wärmepumpen bleiben wirtschaftlich attraktiv durch sinkende Strompreise und steigende CO₂-Kosten
- Wer jetzt handelt, riskiert nichts: Die Förderkonditionen sind aktuell auf dem Höchststand
Unser Rat: Warten Sie nicht auf das GMG — die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sprechen schon jetzt für den Umstieg.
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Quellen
Fachliche Prüfung
Saniernavigator-Redaktion
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